Wenn ich mal nicht Ape fahre, dann fahre ich mit der Schwebefähre

In meiner Freizeit fahre ich nicht nur mit der Ape, sondern bin auch ab und zu ehrenamtlich Herr über 284 Tonnen Stahl, als Fährmann auf einer der letzten acht Schwebefähren weltweit: Auf der Schwebefähre in Osten, nicht weit von Hamburg entfernt, zwischen Cuxhaven und Stade.

Mit einer Gondel über die Oste schweben

Unübersehbar prägt sie seit 1909 das Ortsbild des Schwebefährendorfes Osten. Anfangs als notwendige Flussquerung errichtet, hat sie seit ihrer Stilllegung 1974 keine verkehrstechnische Bedeutung mehr. Die Brücke über die Oste hat ihr den Rang abgelaufen. Dennoch ist sie aus dem Ortsbild und dem Osteland nicht mehr wegzudenken. Als eine der letzten acht Schwebefähre weltweit hat sie international einen sehr hohen Bekanntheitsgrad erreicht und ist für Einheimische sowie für Besucher ein interessantes und beliebtes Ausflugsziel in der Region geworden.

Seit 1975 kümmert sich die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor e.V. um den Erhalt und Betrieb des "Flaggschiffes" der Deutschen Fährstraße. Die Schwebefähre ist täglich von April bis Oktober in Betrieb und kann zu anderen Zeiten, nach Absprache, gebucht werden. In enger Zusammenarbeit mit den Kommunen, dem Landkreis und den Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein setzt sich der Verein dafür ein, eines Tages UNESCO-Weltkulturerbe zu werden. Der Schwebefähre angegliedert ist die museale FährStuv, die ebenfalls von April bis Oktober für Gäste geöffnet ist. Nicht zuletzt durch das starke Medieninteresse ist die Schwebefähre in aller Munde und trägt dazu bei, dass sich das kleine Dorf Osten touristisch auf der Überholspur bewegt.

In diesem Video könnt ihr mich einen Tag lang auf der Schwebefähre begleiten: https://youtu.be/wy2DBQiptGI


Im September 2017 war ich in Buenos Aires, Argentinien,
beim Weltschwebefähren-Kongress.


Unsere Delegation, mit dem Deutschen Botschafter Daniel Krull (rechts im Bild),
bei der Wiederinbetriebnahme der Schwebefähre in Buenos Aires.

Die Fotos aus Buenos Aires »